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29. Juni 2011

Hallo, ich heiße Guddy, und ich treffe manchmal Leute aus dem Internetz.

"Nicht das Internet macht wahnsinnig, sondern die Wahnsinnigen machen das Internet"
- Unbekannt -


(Bild via Flickr von Nicolasnova)
Zugang zum Internet hatte ich mit ca. 12 Jahren. Oder 13. Also irgendwann zwischen 1997 und 1998. In diesen mehr als zehn Jahren bis jetzt habe ich, nebenbei, viele Menschen virtuell kennengelernt. "Nebenbei", weil ich nie aktiv nach Kontakten gesucht habe, meine Hauptintention lag seit jeher darin, mich über meine doch sehr speziellen Hobbies auszutauschen, da im realen Umfeld oft das Verständnis dafür fehlte. Oder sagen wir: fast nie.

Damals, als ich gerade mal wenige Wochen im Netz unterwegs gewesen bin, war der "Chat" etwas ganz aufregendes. Gemeinsam mit einer Freundin saß ich - gutaussehend wie eh und je in diesem Alter - vor dem PC und flirtete in irgendeinem Kinderchat Jungs an. Gewaltverbrecher waren damals noch kein Thema, weshalb wir uns direkt für den nächsten Tag mit zwei der Jungs verabredet hatten. Am Abend telefonierte ich volle zwei oder drei Stunden mit "meinem", bevor mich meine Mutter - natürlich unwissend was den  Gesprächspartner anging -  rigoros ins Bett schickte.
Der nächste Tag, der Tag meines ersten Internettreffens, war schrecklich. Bewaffnet mit einem schwarzen Top mit pinkfarbenem Glitzer und einem Pullover, den ich "frech" um die Hüften geschlungen hatte um meinen Hintern zu kaschieren, stapfte ich auf einen Jungen zu, der das genaue Gegenteil von mir war: trendy, gutaussehend, total cool. Yay.
Das Treffen war also nach einer Stunde voller Schweigen und Höflichkeitsfloskeln vorbei und das Thema "Chat" abgehakt.

Fortan war ich fast nur noch in Communitys zu Star Wars, Elfquest und DSA unterwegs. Seiten, die in erster Linie Erfahrungs-, Meinungs-, und Wissensaustausch zum Thema hatten und nicht das direkte Kennenlernen. Meist waren die Communitys eher klein. Es bildeten sich wie von selbst Sympathien, lockere Grüppchen. Der Ruf nach Treffen wurde hier und dort in den Jahren immer lauter.
Mein erstes Treffen war mit den Leuten aus dem Dornenreich.

6. Juni 2011

[Fotoposting] Im Wandel der Zeit


 Bevor sich mein nächster Beitrag wieder um Horroraspekte dreht, wage ich einen kurzen Ausflug in frühere Zeiten. Inspiriert von Martha (viel zu später Edit: Link hinzugefügt. Ich Trantüte) war ich zunächst auf der Suche nach altem AMU (ok. Für Laien: Augenmake-Up), fand jedoch nichts Erquickendes. Gut, meine Schminkkünste beschränkten sich damals auf tiefschwarze Lidstriche, kombiniert mit der Nichtbetonung meiner Augenbrauen, was zuweilen rech gruselige Züge angenommen hat, aber das ist nicht halb so kurios wie meine Kurzhaarfrisur in jüngsten Teenagerjahren.

Zeitreisen, auch wenn sie nur bildlicher Natur sind, finde ich immer interessant (der treue Leser wird dies ohnehin schon wissen *g*). Manche Menschen veränderten sich seit Grundschulzeiten kaum, was an sich nichts Schlechtes ist. Aber es ist irgendwie auch fast witzig, sich alte Bilder anzusehen und dabei mit einem lauten "OH mein Gott!" die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen.

3. Mai 2011

Jurassic Park(s)

"Remind me to thank John for a lovely weekend. "
- Dr. Ian Malcolm -




  • Genre: Sci-Fi, Horror
  • Regisseur: Steven Spielberg | Joe Johnston
  • Darsteller: Jeff Goldblum, Richard Attenborough, Laura Dern, Julianne Moore
  • Erscheinungsjahr: 1993 | 1997 | 2001
  • Spieldauer: 123 | 129 | 92 Minuten
  • Trailer1 | Trailer2 |Trailer3

Ein Blick zurück: Während ich den ersten Teil nur auf Video begutachten konnte, war ich im 2. Teil bereit, um ihn auch im Kino zu sehen: ich war zu dem Zeitpunkt immerhin endlich (oder fast) 12 Jahre alt! Genau wie bei Teil 1 habe ich mich auch während der Fortsetzung zu Tode geängstigt und war im Anschluss natürlich ganz wild darauf, jegliches Spielzeug zu besitzen. Meinem Bruder erging es da natürlich ähnlich und mit geballter Geburtstags- und Weihnachtsgeschenkenergie hatten wir nach einiger zeit auch schon ein paar Figürchen zusammen. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die wirklich gut und detailreich verarbeiteten Actionfiguren, deren Haut teilweise weich und man aus ihr ein Stück Fleisch herausnehmen bzw. durch den handelsüblichen T-Rex ausbeissen lassen konnte. Mein Liebling war, wie auch bereits beim Kinofilm "In einem Land vor unserer Zeit" der Triceratops, dicht gefolgt von den klugen Velociraptoren.
Nach dem Kinofilm zu der Jurassic Park Fortsetzung sammelte ich jeden Schnippsel über diesen Film. Zwischenzeitlich geriet die Reihe bei mir jedoch in Vergessenheit, bis ich sie mir Ostern von meiner Mutter ausgeliehen habe.

28. April 2011

Narben

Als Kind hatte es meine Haut nicht einfach: eine Katze, Bäume, Sträucher und Böden, auf die ich beim Spielen gefallen bin. Ich war damals vielleicht schüchtern, aber mit Sicherheit nicht unwild. Neben den obligatorischen Narben an den Knien und den Närblein von fiesen Katzenkrallen (wovon beim Spielen mit Ginger fast täglich neue dazu kommen. Aber die sieht man ja kaum), sind es vor allem vier, die eine Geschichte haben.
Bei anderen finde ich solche Geschichten immer spannend, es hat was von Lagerfeueratmosphäre, von Rebellen und Piraten, die sich stolz ihre Kriegsgeschichten erzählen. Meine eigenen sind glücklicherweise keine Kriegsgeschichten und riesige Narben habe ich auch nicht vorzuweisen, dafür aber Geschichtchen.



Augenbraue, rechts                                                                                                                                          
Ja, ich bin tatsächlich als Kind in Belgien die Treppe nicht 'runter, sondern hochgefallen oder besser: gestolpert. Bei Freunden, und ich wollte natürlich die Erste im Kinderzimmer sein. Großes Geschrei, bestimmt Tonnenweise Blut (mindestens!) und eine Mutter, die mich direkt ins Auto steckte und zum Arzt fuhr. Es wurde genäht, jawohl. Deswegen sieht meine Braue so aus, als würde ich sie mir ständig verzupfen. Nein, dem ist nicht so, ich verzupfe mich niemals! *g*

Unterarm, rechts                                                                                                                                              
Die geht einher mit Narben an den Knien und den Handflächen. Ich war 12 und meine damalige beste Freundin und ich hatten die grandiose, folgende Idee: "Hey! Ich setze mich jetzt hinten auf das Fahrrad! Aber nicht normal, nein, rückwärts! Hihi!"
Sie also nach vorne, ich freudestrahlend auf den "Rücksitz" und herumgefahren. Langweilig, dachten wir, fahren wir doch den Berg da runter! Gesagt, getan, mit Vollgas bretterte meine Freundin den Berg hinab, in die Kurve hinein und war wenig später unten angekommen. Ich nicht.
Ich bin nämlich in hohem Bogen aus der Kurve in den Schotterweg geflogen. Klingt komisch, is' aber so: ich habe mich unheimlich cool gefunden ob der heftig blutenden Wunden überall. Vielleicht hatte ich mir auch etwas den Kopf angestoßen, man weiß es nicht. Schmerzen hatte ich, vermutlich wegen des Schocks, ersteinmal keine, also bin ich erhobenen Hauptes zu ihr nach Hause gegangen und wir haben mich scherzend und lachend verarztet. Das war toll. Die Wunde am Unterarm war richtig tief, ist immerhin auch 2,5 cm lang.

Mittelfinger, rechts                                                                                                                                            
Kinder, merket: Spülen ist böse, sehr böse. Alternativer Merkspruch: wenn ihr schon neue, scharfe Messer spült, passt wenigstens auf, wo ihr beherzt hingreift. War dementsprechend tief und ich habe daraufhin aus Protest eine Woche lang nicht mehr gespült. Die Position finde ich nur sehr schön. Außenseite Mittelfinger, schön smileyförmig.

Kinn, mittig                                                                                                                                                         
Damals hatte ich ein Hochbett. Aus dem bin ich fröhlich beim Schlafen herausgefallen. Auf das Chaos, das stets meinen Zimmerboden bedeckte. Vermutlich bin ich genau auf ein Ohr eines Mein kleines Pony gefallen. Jedenfalls lief ich danach ein paar Wochen mit einem weniger fröhlichen Verband herum, was ich nicht ganz so cool fand, weil mich alle so merkwürdig angestarrt hatten. Außerdem konnte ich nicht reden, was wiederum im Matheunterricht ganz vorteilhaft war.



Ich wette aber, dass ihr ganz bezaubernde, spannende Narbengeschichten habt! Erzählt!

12. April 2011

Damals und heute




6      -       12      -      18      -      24

Ein bisschen hat man sich ja schon verändert. Nicht nur, dass man heute keine rosageringelten Kniestrümpfe mehr trägt (die sind jetzt pink gepunktet), nein, irgendwie sind die Lieblings- Geschichten auch anders.Ein wenig. 
Geschmackstechnisch habe ich in all den Jahren trotzdem keine 180° Drehung gemacht. Das meiste, was ich früher mochte, mag ich noch immer. Es hat sich nur weiterentwickelt.
Folgend musste ich mich sehr einschränken, um pro oben genanntem Jahr ein Lieblingsspiel oder -Musikgenre etc. auszuwählen. Somit fehlen geschätzte drei Millionen Dinge. Trotzdem ist die Auswahl relativ exemplarisch.

4. März 2011

Kostümierte Zeitreise



Minnie Maus - Indianerin - Irgendwas tolles - Nscho-Tschi (Winnetous Schwester) - Drache, Leonardo - der Ölprinz? - Teufel - Vampir - Spock - äh.. Rottöne - irgendwas Klimperiges - Domina (Peitsche ist auf dem Bild nicht zu sehen, genausowenig wie die tollen Dominastiefel)

Die letzten drei Bilder sind eigentlich gar nicht vorzeigbar *g* zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass "Irgendwas Klimperiges" und "Rottöne" vo 2003 bzw. 2004 sind und ich da nicht nur 8kg schwerer, sondern generell auch irgendwie doof war ;)

Mein schlimmstes Kostümerlebnis war irgendwann in der 7. oder 8. Klasse: ich war als Landstreicher verkleidet und hatte mir einen extrem ausgefuchsten Kostümplan zurechtgelegt: so authentisch zu sein wqie möglich.
Also schnitt ich in einen Wollpullover meines Vaters ein paar dezente Löcher, beschmierte meine Arme und das Gesicht an wenigen Stellen mit Kakao und schmierte mir Margarine ins Haar.
Ihr könnt euch denken, was dann geschah: alle dachten, ich würde ungewaschen und dreckig in die Schule kommen und haben mich ausgelacht.
Die nächsten Jahre war Karneval tabu!

29. Juli 2010

Verdammt lang her, verdammt lang


Von 1997 - da war ich 12.
Mein erstes Ölbild, hergestellt im Rahmen eines "Workshops". Ich hatte einen Kurs gewonnen und bin zusammen mit meiner Freundin hingegangen, mit der ich auch DSA gespielt hatte. Logisch, dass auch im Kurs "DSA" Hauptthema war. 
Das Bild zeigt "die glorreichen Drei", unsere DSA Charaktere (unsere beiden und den unserer Freundin. Alle anderen Mitspieler waren immer nur sporadisch dabei, wir drei fest). Ganz links Ashaybithcaya, die Hexe, daneben Alviarin, die Sharisad (eine Art südländische Tänzerin) und rechts mein Novadi(~Araber)krieger Zrasi. (eigentlich schwarzhaarig, das Blonde war damals eine Art Running Gag, den man als Außenstehender nie verstehen wird *g*)




Es folgten Jahre der Öl-Abstinenz. Mein nächstes Bild habe ich erst vor gut zwei Leinwand auf Leinwand verewigt und ich schaffe unglaubliche 3 im Jahr. (zu mehr fehlt mir die Motivation und/oder Anlässe wie "Oh, wir haben da noch eine leere Wand, wo kommt die denn plötzlich her - lass sie uns bestücken!")


 

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