28. April 2011

Narben

Als Kind hatte es meine Haut nicht einfach: eine Katze, Bäume, Sträucher und Böden, auf die ich beim Spielen gefallen bin. Ich war damals vielleicht schüchtern, aber mit Sicherheit nicht unwild. Neben den obligatorischen Narben an den Knien und den Närblein von fiesen Katzenkrallen (wovon beim Spielen mit Ginger fast täglich neue dazu kommen. Aber die sieht man ja kaum), sind es vor allem vier, die eine Geschichte haben.
Bei anderen finde ich solche Geschichten immer spannend, es hat was von Lagerfeueratmosphäre, von Rebellen und Piraten, die sich stolz ihre Kriegsgeschichten erzählen. Meine eigenen sind glücklicherweise keine Kriegsgeschichten und riesige Narben habe ich auch nicht vorzuweisen, dafür aber Geschichtchen.



Augenbraue, rechts                                                                                                                                          
Ja, ich bin tatsächlich als Kind in Belgien die Treppe nicht 'runter, sondern hochgefallen oder besser: gestolpert. Bei Freunden, und ich wollte natürlich die Erste im Kinderzimmer sein. Großes Geschrei, bestimmt Tonnenweise Blut (mindestens!) und eine Mutter, die mich direkt ins Auto steckte und zum Arzt fuhr. Es wurde genäht, jawohl. Deswegen sieht meine Braue so aus, als würde ich sie mir ständig verzupfen. Nein, dem ist nicht so, ich verzupfe mich niemals! *g*

Unterarm, rechts                                                                                                                                              
Die geht einher mit Narben an den Knien und den Handflächen. Ich war 12 und meine damalige beste Freundin und ich hatten die grandiose, folgende Idee: "Hey! Ich setze mich jetzt hinten auf das Fahrrad! Aber nicht normal, nein, rückwärts! Hihi!"
Sie also nach vorne, ich freudestrahlend auf den "Rücksitz" und herumgefahren. Langweilig, dachten wir, fahren wir doch den Berg da runter! Gesagt, getan, mit Vollgas bretterte meine Freundin den Berg hinab, in die Kurve hinein und war wenig später unten angekommen. Ich nicht.
Ich bin nämlich in hohem Bogen aus der Kurve in den Schotterweg geflogen. Klingt komisch, is' aber so: ich habe mich unheimlich cool gefunden ob der heftig blutenden Wunden überall. Vielleicht hatte ich mir auch etwas den Kopf angestoßen, man weiß es nicht. Schmerzen hatte ich, vermutlich wegen des Schocks, ersteinmal keine, also bin ich erhobenen Hauptes zu ihr nach Hause gegangen und wir haben mich scherzend und lachend verarztet. Das war toll. Die Wunde am Unterarm war richtig tief, ist immerhin auch 2,5 cm lang.

Mittelfinger, rechts                                                                                                                                            
Kinder, merket: Spülen ist böse, sehr böse. Alternativer Merkspruch: wenn ihr schon neue, scharfe Messer spült, passt wenigstens auf, wo ihr beherzt hingreift. War dementsprechend tief und ich habe daraufhin aus Protest eine Woche lang nicht mehr gespült. Die Position finde ich nur sehr schön. Außenseite Mittelfinger, schön smileyförmig.

Kinn, mittig                                                                                                                                                         
Damals hatte ich ein Hochbett. Aus dem bin ich fröhlich beim Schlafen herausgefallen. Auf das Chaos, das stets meinen Zimmerboden bedeckte. Vermutlich bin ich genau auf ein Ohr eines Mein kleines Pony gefallen. Jedenfalls lief ich danach ein paar Wochen mit einem weniger fröhlichen Verband herum, was ich nicht ganz so cool fand, weil mich alle so merkwürdig angestarrt hatten. Außerdem konnte ich nicht reden, was wiederum im Matheunterricht ganz vorteilhaft war.



Ich wette aber, dass ihr ganz bezaubernde, spannende Narbengeschichten habt! Erzählt!

19. April 2011

Die Topstars unter den Pferden

"Oben - links - rechts - oben - links - rechts"
- Zelda, Ocarina of Time -




Ich hatte nie so viel für Pferde übrig, wenn sie nicht gerade klein, bunt und aus Plastik waren und nach Erdbeermilchshake geduftet haben.
Trotzdem gab es abenteuerliche Erlebnisse in meiner Jugend, wie etwa die Mutprobe, doch mal "auf dem Pferd da drüben auf der Weide da" zu reiten. Das glorreiche Ereignis kann man mit einer Onomatopoesie perfekt umschreiben: "Boing, boing, boing". Ich bin todesmutig auf den Rücken geklettert, woraufhin das Pferd dezent bockig wurde und voller Elan über die Wiese galloppiert ist. Plötzlich saß ich nicht mehr auf dem Rücken, sondern auf dem Arsch des Pferdes und kaum zwei Sekunden später dann auf meinem eigenen. Im Gras. Glücklicherweise ohne von den sanften Hufen getroffen worden zu sein.
In der fiktiven Welt mag ich die heimlichen Stars des Wild West-Genres irgendwie lieber. Daher nun folgend meine persönliche: Top6

12. April 2011

Damals und heute




6      -       12      -      18      -      24

Ein bisschen hat man sich ja schon verändert. Nicht nur, dass man heute keine rosageringelten Kniestrümpfe mehr trägt (die sind jetzt pink gepunktet), nein, irgendwie sind die Lieblings- Geschichten auch anders.Ein wenig. 
Geschmackstechnisch habe ich in all den Jahren trotzdem keine 180° Drehung gemacht. Das meiste, was ich früher mochte, mag ich noch immer. Es hat sich nur weiterentwickelt.
Folgend musste ich mich sehr einschränken, um pro oben genanntem Jahr ein Lieblingsspiel oder -Musikgenre etc. auszuwählen. Somit fehlen geschätzte drei Millionen Dinge. Trotzdem ist die Auswahl relativ exemplarisch.

4. April 2011

Weil ich ein Mädchen bin...



... wird es auch mal Zeit für einen Prinzessinnenpost!
Meist ist von den Prinzessinnen in hübschen Kleidchen die Rede, die ihr blondes Haar von Rotkehlchen kämmen lassen, um kurz darauf in ihre Glaspantoffel zu schlüpfen und gen Ballsaal zu schweben. Den Rücken durchgedrückt, das Kinn erhoben und den kleinen Finger abgespreizt, nippen sie sacht lächelnd an ihrem erkaltenden Tee und lauschen der Stimme ihres Herzens. Während ihr der nicht minder farblose Prinz gegenüber sitzt und sich die rosé lackierten Nägel feilt.
Die "richtigen" Prinzessinnen sind von einem anderen Kaliber. Irgendwie spannender.
Prinzessin Buttercup  ("The Princess Bride") hätte ich eigentlich schon alleine aufgrund der unheimlich guten Herkunftsgeschichte mitaufzählen sollen, allerdings ist sie mir als eigenständige Person dann doch zu fad.

25. März 2011

Die Nordlandtrilogie (1): Die Schicksalsklinge

Oder: Das Wandern ist des Müllers Lust.


  • Genre: Rollenspiel
  • Entwickler: Attic Fantasy Productions
  • Plattformen: Amiga, DOS
  • Spielmodi: Singleplayer
  • Veröffentlichung: 1992
  • Intro 

Handlung:  An der Westküste Aventuriens braut sich Übles zusammen: die Orks versammeln sich, bewaffnet mit schartigen Schwertern und rostigen Äxten. Ihr Ziel: den Sturz Thorwals und darüber hinaus die Eroberung des Westens. Die Menschen sind in Aufruhr, denn nichts kann sie stoppen. Nichts - außer das Schwert Grimmring, das einst dem sagenumwobenen Hyggelik gehörte. Dies gilt es zu finden, um mit dessen Hilfe den boshaften Plan der Orks zu vereiteln. Was liegt da näher, als das Schicksal der westlichen Welt in die Hände von sechs erfahrungslosen, pickligen Newcomern der Heldenszene zu legen?

4. März 2011

Kostümierte Zeitreise



Minnie Maus - Indianerin - Irgendwas tolles - Nscho-Tschi (Winnetous Schwester) - Drache, Leonardo - der Ölprinz? - Teufel - Vampir - Spock - äh.. Rottöne - irgendwas Klimperiges - Domina (Peitsche ist auf dem Bild nicht zu sehen, genausowenig wie die tollen Dominastiefel)

Die letzten drei Bilder sind eigentlich gar nicht vorzeigbar *g* zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass "Irgendwas Klimperiges" und "Rottöne" vo 2003 bzw. 2004 sind und ich da nicht nur 8kg schwerer, sondern generell auch irgendwie doof war ;)

Mein schlimmstes Kostümerlebnis war irgendwann in der 7. oder 8. Klasse: ich war als Landstreicher verkleidet und hatte mir einen extrem ausgefuchsten Kostümplan zurechtgelegt: so authentisch zu sein wqie möglich.
Also schnitt ich in einen Wollpullover meines Vaters ein paar dezente Löcher, beschmierte meine Arme und das Gesicht an wenigen Stellen mit Kakao und schmierte mir Margarine ins Haar.
Ihr könnt euch denken, was dann geschah: alle dachten, ich würde ungewaschen und dreckig in die Schule kommen und haben mich ausgelacht.
Die nächsten Jahre war Karneval tabu!

1. März 2011

[Buch] Exit Mundi - Die besten Weltuntergänge

"Wahrscheinlich geht dort draußen gerade die Welt unter, aber ich bin im Augenblick viel zu beschäftigt damit, etwas darüber zu lesen."
- ein Leser -



  • Autor: Maarten Keulemans
  • Originalsprache: Niederländisch
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • Seiten: 304
  • Verlag: DTV
  • Website

Inhalt: Die Welt wird untergehen. Vielleicht schon heute während des Mittagessens, übernächstes Weihnachten oder in einer Millionen Jahren. 
Keulemans Buch mit dem falschen lateinischen Titel behandelt verschiedenste Weltuntergangsszenarien, wobei nicht nur die populärsten wie 2012, Zombiekalypse oder ein bösartiger Meteoritenabsturz abgehandelt werden, sondern auch welche, an die man vielleicht gar nicht gedacht hätte. Ich zumindest denke nicht täglich an Singularität oder schwarze Monsterpflanzen. Ob unwahrscheinlich oder bereits begonnen, Keulemans findet für jeden Weltuntergang die passenden Worte. Er erklärt die Hintergründe, die wissenschaftlichen Fakten und was passieren würde, wenn es geschieht.

27. Dezember 2010

[Film ] Free Enterprise

Claire: "Where are you going?" Robert: "Looks like I'm going nowhere." Claire: "Don't you fucking quote Star Wars at me!"






  • Genre: Komödie
  • Regie: Robert Meyer Burnett
  • Darsteller: Eric McCormack, Audie England, Carl Bressler, William Shatner
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 109 Minuten
  • Trailer

Inhalt:  Zwei Freunde und Star Trek Fans, die ihr Leben nicht so ganz auf die Reihe kriegen, lernen ihr Idol kennen: William Shatner. Dieser entpuppt sich als gänzlich anders als erwartet.

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